Tipps rund ums Einrad

Einradkauf:

Bevor ihr ein Einrad kauft, rate ich euch verschiedene Leiheinräder zu testen.

Erstes Einrad für Anfänger (Preis zwischen 40 und 90 Euro):

  • Sattelklemme (Schnellspanner) auswechselbar (nicht festgeschweißt), besser eine mit Inbus
  • richtige Radgröße: 20 Zoll ab ca. 1,35 m Körpergröße (evtl. Sattelstütze kürzen)
  • 18 Zoll ab ca. 1,25 m bis ca. 1,40 Körpergröße, danach auf 20 Zoll umsteigen
  • 16 Zoll ab ca. 1,10 m Körpergröße bis 1,35 m
  • 20 Zoll auch für Erwachsene
  • passende Sattelstütze bzw. auf die richtige Länge kürzen
  • mindestens 36 Speichen (ist bei den meisten der Fall), keine Plastikfelgen
  • wenn möglich helle Reifen (da freut sich der Hallenwart)
  • eine eckige Gabel erleichtert später viele Tricks (z.B. einbeinig Fahren)
  • rechte Kurbel auch auf der rechten Seite? Rechtes Pedal im Uhrzeigersinn in die rechte Kurbel und linkes Pedal gegen den Uhrzeigersinn in die linke Kurbel schrauben (Linksgewinde!)
  • beide Kurbeln und Pedale fest?
  • Reifen gut aufpumpen und los geht's

Vorsicht Schrott! Achtet bitte auf folgende oft "große" Kleinigkeiten:

  • richtige Größe: 20 Zoll Einrad für Kinder > 1,40 m
  • Schnellspanner klemmen leider meist nie richtig fest, d.h. der Sattel verdreht sich sehr leicht
  • festgeschweißte Schnellspanner sind zum allen Überfluss nicht mehr auswechselbar
  • keine unnötigen Zusatzteile: montieren sie Ständer gleich wieder ab
  • bei 16 und 18 Zoll Einrädern: Kurbellänge maximal 102 mm (besser 90 mm)
  • bei 20 Zoll Einrädern: Kurbellänge maximal 114 mm
  • Kindereinräder sind für Erwachsene meist zu schwach gebaut

Auch bei Fachhändlern werden Einräder oft falsch montiert! Bitte kontrollieren:

  • rechte Kurbel auch auf der rechten Seite?
  • rechtes Pedal in der rechten Kurbel, linkes Pedal in der linken Kurbel (Linksgewinde!)?

Wenn ihr euer Einrad mit zu mir in einen Kurs bringt, schau ich natürlich ob es richtig zusammengebaut ist und ob die Sattelhöhe stimmt. Zu lange Sattelstützen kann ich mittels Rohrschneider schnell und sauber kürzen (kostenloser Service).

Ab ca. 40,- Euro sind bereits Einräder erhältlich. Für ca. 90,- Euro sollte das Rad bereits eine eckige Gabel und die richtige Kurbellänge haben. Mehr als 90,- Euro sollte ein Anfängerrad für Kinder auch nicht kosten. In ein besseres Einrad (siehe Freestyle Einrad) sollte man für Fortgeschrittene (Pendeln, Hüpfen, Rückwärtsfahren) investieren, wenn diejenige oder derjenige damit noch mehr erreichen will.

Generell rate ich erst mal Einräder auszuleihen und zu testen (z.B. bei einem Kurs oder im Verein).

Die richtige Sitzhöhe

  • Schnell aber ungenau: Sattel etwa in Bauchnabelhöhe
  • beim Fahren sollte, wenn das Pedal unten ist, das Knie (fast) gestreckt sein
  • da Kinder oft schnell wachsen, muss die Sitzhöhe immer wieder kontrolliert und angepasst werden

Die richtige Sitzhöhe hängt von der Beinlänge, Kurbellänge, Laufradgröße, Schuhsohle, Pedale sowie dem Fahrstil ab. Sie erleichtert das Treten, vereinfacht viele Tricks und schont die Knie.

Die richtige Einradgröße

  • 20 Zoll ist der optimale Kompromiss zwischen Wendigkeit und Geschwindigkeit
  • 16 oder besser 18 Zoll für die, denen ein 20 Zoll auch mit gekürzter Sattelstütze noch zu groß ist
  • 24 Zoll um schneller bei Rennen oder Touren voranzukommen - für Kinder ungeeignet

Das 20 Zoll wächst durch den Nachkauf einer längeren Sattelstütze quasi mit euch mit. Mit einem 16 oder 18 Zoll werdet ihr nicht glücklich wenn ihr größer seid. Ein kleineres Rad stabilisiert sich nicht so, in den Kurven stoßen die Pedale leichter auf den Boden auf und ihr kommt damit nicht so schnell vorwärts.

Wie kann man ein "zu großes" Einrad kleiner machen?

  • mit kürzeren Kurbeln kann der Sitz entsprechend höher sein
  • Sitzrohr (Gabel) unten entgraten falls die Sattelstütze nicht unten wieder rauskommt
  • Sattelstütze kürzen! Achtung, dabei Grat entfernen oder mit einem Rohrschneider kürzen
  • zur Not auch Sitzrohr absägen und Schlitz für die Klemmung neu machen (Loch bohren, Schlitz sägen, Grat entfernen)
  • falls das Einrad jetzt noch zu groß sein sollte, vorübergehend eine Nummer kleiner wählen

Für Einradler kleiner als ca. 1,35 m gibt es 18 Zoll und für kleiner als ca. 1,30 m 16 Zoll Einräder. Kosten etwa gleich viel. Kinder größer als ca. 1,35 m sollten aber gleich ein 20 Zoll Einrad fahren. Seid ihr groß genug für ein 20 Zoll solltet ihr möglichst bald darauf umsteigen. Ihr könnt das zu kleine Einrad auch gebraucht z.B. bei Anfängerkursen verkaufen.

"Kinderleichte Montage"?

Anscheinend nicht, denn leider werden Einräder meistens falsch montiert. Deshalb schaut unbedingt, ob euer Einrad richtig zusammengebaut ist.

So ist ein Einrad richtig zusammengebaut:

  • rechte Kurbel und rechtes Pedal auf der rechten Seite (schmales Sattelende ist vorne)
  • Schrauben an den Kugellagern (Unterseite der Gabel) sind gleichmäßig fest aber nicht zu fest angezogen. Das Rad muss leicht laufen.
  • Kurbelschrauben und Pedale sitzen fest (Gewinde aber nicht überdrehen!)
  • überstehende Gewinde unter dem Sattel oder an der Sattelklemme sind mit Hut-Muttern oder Klebeband abgedeckt

Noch einmal weil’s wichtig ist:

Die rechte Kurbel (R auf der Innenseite) mit dem rechten Pedal muss auch rechts sein, da sich sonst die Pedale lösen! Es ist ja rechts ein normales Rechtsgewinde (d.h. im Uhrzeigersinn festschrauben!) und links ist ein Linksgewinde (d.h. gegen den Uhrzeigersinn festschrauben!) damit sich die Pedale nicht lösen. Warum das linke Pedal ein Linksgewinde hat ist hier gut erklärt.

Wie bekomme ich das lästige Verdrehen des Sattels in Griff?

  • Sattelklemme mit einer Inbus-Schraube oder noch besser mit zwei Inbusschrauben
  • Sattelstütze und Sitzrohr säubern (entfetten)
  • wenn die Sattelstütze verkratzt ist den Grat am Sitzrohr entfernen
  • überprüfen ob die Klemme an sich noch funktioniert

Eine geriffelte Sattelstütze bringt leider wenig. Die sogenannten Schnellspanner klemmen die Sattelstütze meist nicht richtig fest. Leider sind bei vielen billigen Einrädern die Klemmen festgeschweißt. Da hilft nur Sitzrohr unterhalb der Klemme absägen und Schlitz für die Klemmung neu machen (Loch bohren, Schlitz sägen, Grat entfernen) oder das Einrad gleich wieder umtauschen.

Welche Kleidung bzw. Schutzausrüstung ist empfehlenswert?

Generell:

  • gekürzten Schnürsenkel verhindern das Fesseln ans Pedal
  • Schuhe mit dünnen Sohlen, die aber trotzdem Halt geben (z.B. Leinenschuhe wie Chucks)
  • hohe Schuhe schützen ein wenig den Knöchel
  • Radhose oder bequeme lange aber enge Hosen (Leggings)
  • das richtige Fallen sollte geübt werden, am besten in Judo, Aikido
  • Schienbeinschützer können einige blaue Flecken durch die Pedale verhindern
  • und: schätze dein Können und das Risiko richtig ein!

Für den Einrad-Anfänger in einer Turnhalle sind Helm und Protektoren normalerweise nicht erforderlich. Verletzungen verursacht durch ungeschicktes Fallen können durch Protektoren oft nicht verhindert werden. Viele trainieren sich durch Schützer falsche Falltechniken an.

Auf Asphalt, Beton oder ähnlich unnachgiebigem Untergrund:

  • stabile Radhandschuhe, da bei Stürzen meist die Hände mit beteiligt sind
  • Knieschützer machen Sinn, zumindest eine lange Hose
  • Helm wer noch ungeübt im Fallen ist
  • nur dort fahren, wo euch keine anderen Verkehrsteilnehmer gefährden können
  • bei Übungen und Spielen in der Gruppe ist besondere Vorsicht geboten

Für Fortgeschrittene:

  • Knieschützer, Handschuhe bei Rennen, Hockey und gefährlicheren Tricks
  • Schienbeinschoner bei Tricks mit Sprüngen
  • außerhalb der Halle mit Helm vor allem bei Tricks die ihr nicht sicher könnt

Für Muni (=Mountain-Unicycle):

  • Handschuhe, Schienbeinschoner und Knöchelschutz gehören zur Grundausstattung
  • Helm, Knie- und Ellenbogenschützer bei gefährlicheren Tricks und Gelände - gerne auch als "erweiterte" Grundausstattung :-)

Was tun bei Sitzproblemen?

  • aufrechte Haltung, gerade Beckenposition (verlagert den Druck von vorne nach hinten)
  • Radhose bewirkt Wunder (ohne Unterhose tragen)
  • gute Radhosen (ohne Träger) mit ergonomischen Einsatz (z.B. die teuren Assos) sind für Männer sehr zu empfehlen
  • verschiedene Sättel Probe fahren
  • Haut mit kalten Wasser ohne Seife reinigen z.B. mit Einmal-Waschlappen, das reizt die Haut weniger als heißes Duschen bzw. Baden und häufiges Waschen mit Seife
  • gut abtrocknen, frische Unterwäsche
  • Rad- und Unterhosen mit antibakteriellen und Pilz töteten Waschmittelzusatz (in Apotheken erhältlich) waschen
  • bei Problemen wie Schuppenflechte, Ekzemen, Pilze etc. Hautarzt aufsuchen

Tipps zum Einradkauf für Fortgeschrittene

Freestyle

  • Radgröße: 20 Zoll mit mind. 36 Speichen
  • eckige Gabel, flache Bauform (z.B. Pichler „Solo“ oder Siegmono „Freestyle Long Neck“)
  • Kurbellänge 90 mm, 102 mm oder 114 mm
  • helle Reifen
  • guter Sattel z.B. Miyata, Vitelli, Viscount, Koxx Gel bzw. Freestyle
  • Sattelklemme mit Inbus besser Doppelinbus
  • bei der Felge könnt ihr Geld sparen
  • Preis: ab ca. 160,- Euro bis ca. 260,- Euro

Einradhockey

  • Radgröße: 20 Zoll, bei 48 Speichen bleibt der Ball nicht so leicht hängen
  • 114 mm Kurbellänge hat sich für viele bewärt manche bevorzugen auch 102 mm
  • helle Reifen
  • guter Sattel z.B. Miyata, Vitelli, Viscount, Koxx Gel bzw. Freestyle
  • Sattelklemme mit Inbus besser Doppelinbus
  • Preis: ab ca. 120,- Euro bis ca. 260,- Euro

Rennen

  • Radgröße entsprechend der Altersklasse bzw. Disziplin
  • Kurbellänge entsprechend den Wettkampfbestimmungen
  • schmale Hochdruck-Reifen für hohe Geschwindigkeiten
  • für Kinder 20 Zoll mit 114 mm Kurbeln, für Jugendliche 24 Zoll mit 125 mm Kurbeln

Einradfahren ist ein günstiger Sport, ihr braucht nur ein Einrad - Qualität zahlt sich auch beim Einrad aus. Ein gutes Einrad hält Jahrzehnte. Der Wertverlust ist vergleichsweise gering - der Spaß riesengroß.
Ein Einrad hat im Gegensatz zum normalen Fahrrad kaum Verschleißteile. Hier meine Tipps zum Einradkauf für Leute die mehr damit anfangen möchten als zum Gartentor fahren. Ich habe mich dabei den Schwerpunkt auf Freestyle- (Trick-) Einräder konzentriert. Informationen für andere Einräder z.B. Touren und Trial findet ihr in den Links.

Sattel:

Das wichtigste für ein unbeschwertes Fahrvergnügen! Investiert euer Geld für Eure allerwerteste und empfindlichste Stelle! Ein Sattel mit flacher Form ist bequemer und ihr könnt den Sattel leichter unter euch herausziehen für Tricks wie Flieger und Rodeo. Die Polsterung sollte hart genug sein, damit Ihr euer Einrad gut steuern könnt. An den wichtigen Stellen muss er eine ausreichend weiche Polsterung ausweisen, um bequem und gesund darauf zu sitzen. Sättel mit dicker Polsterauflage (z.B Qu-Ax Trial, Kris Holm) sind zum Muni- und Trialfahren gedacht, für Einrad-Freestyle sind sie aber für die meisten zu klobig. Außerdem sollte der Sattel eine geschmeidige Oberfläche haben, damit ihr Euch beim treten nicht daran wund reibt. Eventuell hervorstehendes Gewinde unter Eurem Sattel solltet ihr entfernen, mit Hutmuttern oder zur Not auch mit Klebeband abdecken. Ein Griff zum Festhalten erleichtert das Springen. Gute Sättel gibt es leider nur wenige. Es sind mir nur folgende bekannt:

  • Miyata Original - unverwüstlich, optimal für Freestyle und sehr beliebt, mit Griff
  • Miyata Vitelli - Nachbau von der Firma Vitelli
  • Koxx Gel - mit rund 60.- Euro der teuerste, ebenfalls mit Griff
  • Koxx Freestyle
  • Viscount - gut, günstig, bequem, ohne Griff. Die Sattelschutzecken solltet ihr aber mit 4 mm Alu-Nieten befestigen da sich die Schrauben oft leicht lösen.

Gabel:
Auf alle Fälle eine eckige! Ein Muss für alle, für die das Einrad mehr als ein Spielzeug ist! Eine eckige Gabel erleichtert euch viele Tricks ungemein. Darauf könnt ihr z.B. beim einbeinig Fahren euren freien Fuß absetzen. (das lernt ihr bald) oder später könnt ihr euch darauf stellen! Die Gabel sollte hierzu eine flache Fläche aufweisen und relativ nah am Reifen sein, Standfläche etwa 4 cm über den Reifen. Momentan sind meines Wissens in Deutschland gute Freestyle-Gabeln nur von Siegmono, Koxx und Pichlerrad erhältlich. Achtung! Der Lagerabstand variiert bei den verschiedenen Einradtypen und -Herstellern. Das bedeutet: nicht jedes Laufrad passt in jede Gabel. Mehr Infos und Bilder dazu findet ihr hier.

Kurbeln:
Neben der Laufradgröße bestimmt die Kurbellänge das Verhältnis zwischen dem zurückgelegten Weg der Beine beim Treten und der gefahrenen Strecke

  • kurze Kurbeln (90 mm oder 102 mm) um schneller und runder zu fahren (Freestyle)
  • lange Kurbeln (127 mm oder länger) für mehr Kraft und Kontrolle (Muni, Trial)
  • 114 mm Kurbeln sind ein guter Kompromiss
  • für kleine Einräder (16 und 18 Zoll) empfehle ich 90 mm Kurbeln

Ich hatte zwar erst das Gegenteil vermutet aber meiner Erfahrung nach lernen Anfänger schneller das Einradfahren mit kurzen Kurbeln (90 mm oder 102 mm). Da das plötzliche Abbremsen mehr Kraft kostet und für eine Umdrehung weniger Weg zurückgelegt werden muss tritt man mit kurzen Kurbeln automatisch runder. Dadurch läuft das Rad gleichmäßiger und schneller, es stabilisiert sich besser. Gerade Kinder brauchen nur noch einen kleineren Kreis mit ihren kurzen Beinen zu treten. Die Kraft reicht dank 1:1 Übersetzung und ebenen Untergrund leicht aus. Enge Kurven und Spins könnt ihr nur mit kurzen Kurbeln sauberer fahren. Mit längeren Kurbeln habt ihr mehr Kraft und Kontrolle im Gelände und beim Springen. Ihr kommt damit leichter über Hindernisse. Deshalb haben Munis längere Kurbeln (125 mm bis 170 mm) und extra stabile mit Vielzahn. Bei 16 oder 18 Zoll Einrädern rate ich zu 90 mm Kurbeln, damit geht's einfach leichter zu lernen. Für Einrad Rennen sind mind. 114 mm (20 Zoll) und mind. 125 mm (24 Zoll) vorgeschrieben. Die Kurbellänge ist natürlich eine Frage des Geschmacks und der Gewohnheit. Alles was über 114 mm geht, ist für Freestyle und für Kinder meiner Meinung nach zu lang.

Sattelklemme:
Die günstigste Investition, um Fahrspaß und Sicherheit deutlich zu erhöhen: Eine Sattelklemme mit einer Inbus-Schraube oder noch besser mit zwei Inbusschrauben. Nur so wird die Sattelstütze gut fixiert, sie bleibt in der gewünschten Position und durch die kleine Bauform wird das Verletzungsrisiko verringert. Außerdem sind sie leicht zum Handhaben, einen entsprechenden Inbusschlüssel könnt ihr ja in eure Trainingstasche packen. Die sogenannten Schnellspanner sind beim Einrad eher Langsamspanner!

Sattelstütze:
Für Kinder könnt ihr eine kurze Sattelstütze kaufen bzw. die vorhandene kürzen. Achtung, Grat unbedingt entfernen! Längere könnt ihr dann später nachkaufen. So wächst euer Einrad mit. Ob eine Sattelstütze geriffelt ist oder nicht ist egal, wichtig ist die richtige Sattelklemme.

Reifen:
Lasst euch gleich einen weißen Freestyle-Reifen montieren, sieht gut aus, hat den richtigen Grip und hinterlässt keine Markierungen auf den Hallenboden. Für die Meisterschaften in der Halle sind nur solche zugelassen, z. B. Panaracer Hochdruck Reifen, Maxxis Ringworm, Primo The Wall, Generix; Der Reifendruck muss beim Einrad höher sein, als beim normalen Rad, da das Gewicht ja nur auf einem Rad liegt. Faustregel: Der Reifen sollte so stark aufgepumpt sein, dass ein Erwachsener die Reifen mit den Daumen kaum eindrücken kann. Durch den hohen Luftdruck ist der Rollwiederstand geringer, Kurven und Pirouetten gehen leichter. Zum Springen und im Gelände ist ein dicker Reifen die richtige Wahl.

Speichen:
Mindestens 36 Speichen, für Fahrer über 75 kg sind 48 Speichen zu empfehlen. Einräder mit Plastikspeichen lasst ihr bitte im Spielzeugladen stehen.

Felge:
Hier könnt ihr sparen wenn ihr unter 75 kg wiegt bzw. schonend mit eurem Einrad umgeht. Ein 20 Zoll Rad mit 36 Speichen ist für meisten Fahrer ausreichend stabil. Laufräder mit teuren Felgen aus dem BMX-Bereich sind quasi unverwüstlich und rentieren sich mit einer Vielzahnnabe kombiniert auf lange Sicht für wilde und kräftige Fahrer.

Nabe:
Die meisten Einräder haben eine Vierkantnabe. Die Kurbel wird hier auf einen Vierkant geschraubt. Durch den Hebel der Kurbel kommt beim Springen eine sehr große Belastung auf die vier Ecken der Verbindung, besonders wenn die Kurbel nicht mehr ganz fest darauf sitzt. Deshalb haben alle guten Munis eine Vielzahnnabe die viel mehr aushält. Der Lagerabstand variiert zwischen verschiedenen Einradtypen und Herstellern, das bedeutet nicht jedes Laufrad passt in jede Gabel. Leider gibt es noch keine kurzen Kurbeln für Vielzahnnaben. Die Kurbelbefestigung soll knöchelfreundlich sein, also nicht über die Kurbel überstehen.

Pedale:
In der Halle sind nur Kunstoffpedale zugelassen. Für Outdoor braucht man je nach Einsatz griffigere. Warum das linke Pedal ein Linksgewinde hat, ist hier gut erklärt.

Weitere Meinungen und Infos auch zu anderen Einrädern (Muni, Touren):

Tipps von Peter Hahn zum Download als                                                                             Keinen Adobe Reader? Hier kostenloser Download!